Das ernestinische Wittenberg - Universität und Stadt (1486-1547)

ehemalige wissenschaftliche Mitarbeiterin

Dr. phil. Beate Kusche

arbeitet aktuell beim Editionsprojekt der Sächsischen Akademie der Wissenschaften: "Briefe und Akten zur Kirchenpolitik Friedrichs des Weisen und Johanns des Beständigen 1513 bis 1532. Reformation im Kontext frühneuzeitlicher Staatswerdung" (Präsentation des Projekts)

Schwerpunkt innerhalb des Forschungsprojektes:

Archivalische Recherchen und historische Forschungen mit dem Schwerpunkt Universitäts- und Bildungsgeschichte (Institutionen- und Personengeschichte): Im Zentrum steht die Theologische Fakultät der Wittenberger Universität. Ziel ist es, erstmals einen systematischen, unter modernen Fragestellungen stehenden Überblick über alle Lehrenden dieser höheren Fakultät von 1502 bis 1817 zu bieten.

Akademischer Werdegang und berufliche Tätigkeiten

  • Magisterstudium: Mittlere und Neuere Geschichte, Historische Hilfswissenschaften/ Archivwissenschaft und Soziologie an der Universität Leipzig
  • Hochschulabschluss: an der Universität Leipzig (Magistra Artium)
  • Promotion: in Mittlerer und Neuerer Geschichte zum Thema „Die Magisterkollegien an der Universität Leipzig von 1409 bis zur Einführung der Reformation 1539. Eine struktur- und personengeschichtliche Untersuchung“ (betreut von Prof. Dr. Manfred Rudersdorf und Prof. Dr. Franz-Reiner Erkens); Promotionsstipendium bei der Gerda Henkel Stiftung im Humanismus-Schwerpunktprogramm
  • Archivwissenschaftliche Praktika im Stadtarchiv Chemnitz, in den Jahren 1995 und 1997
  • Studentische und wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Leipzig (Prof. Dr. Franz-Reiner Erkens), in den Jahren von 1996 bis 2001
  • Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Leipzig (Prof. Dr. Manfred Rudersdorf), in den Jahren von 2003 bis 2009
  • Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Historischen Seminar der Universität Leipzig, in den Wintersemestern 2010/11 und 2011/12
  • Freiberufliche Tätigkeit (vgl. Projekte), seit 2009
  • Wissenschaftliche Mitarbeiterin im interdisziplinären Forschungsprojekt „Das ernestinische Wittenberg – Stadt und Universität 1486–1547“ an der Stiftung LEUCOREA Wittenberg, seit August 2012


Projekte

  • Mitarbeit im interdisziplinär ausgerichteten Forschungs- und Publikationsprojekt „Die Universität Leipzig und ihre Bauten“ unter Leitung von Prof. Dr. Thomas Topfstedt (Institut für Kunstgeschichte, Universität Leipzig), in den Jahren von 2001 bis 2009
  • Wissenschaftliche Recherchen im Stadtarchiv Leipzig im Rahmen des Forschungs- und Publikationsvorhabens zur tausendjährigen Stadtgeschichte Leipzigs, seit 2009
  • Mitarbeit an der Neukonzeption der Städtischen Sammlungen der Lutherstadt Wittenberg, in den Jahren von 2011 bis 2013 (Auftraggeber: SALEG mbh, im Auftrag der Lutherstadt Wittenberg)
  • Mitarbeit an der Sonderausstellung der Städtischen Sammlungen der Lutherstadt Wittenberg „Von Steinhaufen und Neubauten – Die Wittenberger Altstadt im Wandel vom 18. bis in das 21. Jahrhundert“ (Eröffnung: Dezember 2011); Konzeption, Erarbeitung und Verfassen der Ausstellungstexte von acht Themengruppen zur Wittenberger Stadtgeschichte 2011 (Auftraggeber: SALEG mbh, im Auftrag der Lutherstadt Wittenberg)


Lehrveranstaltungen

Lehrveranstaltungen am Historischen Seminar der Universität Leipzig zum Studium der mittelalterlichen Geschichte sowie zum Studium der Frühen Neuzeit; Schwerpunkte u.a.:

  • mittelalterliche und neuzeitliche Universitäts- und Bildungsgeschichte;
  • Mentalitäts- und Alltagsgeschichte des Dreißigjährigen Krieges;
  • der Westfälische Frieden von 1648;
  • Politik- und Verfassungsgeschichte des Alten Reiches in der Frühen Neuzeit;
  • die Kaiser der Frühen Neuzeit; Reformations- und Konfessionsgeschichte im 16. und 17. Jahrhundert


Veröffentlichungen (Auswahl)

Monographien

  • *: „Ego collegiatus“ – Die Magisterkollegien an der Universität Leipzig von 1409 bis zur Einführung der Reformation 1539. Eine struktur- und personengeschichtliche Untersuchung, 2 Teilbände (= Beiträge zur Leipziger Universitäts- und Wissenschafts-geschichte Reihe A Bd. 6), Leipzig 2009.
    Link zur Besprechung bei Hsozkult


Beiträge

  • *: Gemeinschaftliches Wohnen, Studieren und Arbeiten in den Magisterkollegien an der Universität Leipzig am Beginn der Frühen Neuzeit, in: Gastlichkeit und Geselligkeit im akademischen Milieu der frühen Neuzeit, hrsg. von Kirsten Bernhard, Barbara Krug-Richter und Ruth-E. Mohrmann, Göttingen 2013, S. 12-34.
  • *: Leipziger Ratsprotokolle vom 17. bis in das 19. Jahrhundert – Interne Einblicke in die Tätigkeit des Stadtrates, in: Leipziger Stadtgeschichte. Jahrbuch 2011, hrsg. im Auftrag des Leipziger Geschichtsvereins e.V. von Markus Cottin, Detlef Döring und Gerald Kolditz, Markkleeberg 2012, S. 9–45.
  • * zusammen mit Henning Steinführer: Die Bauten der Universität Leipzig von 1409 bis zum Beginn des Dreißigjährigen Krieges, in: Geschichte der Universität Leipzig 1409–2009, Bd. 5: Geschichte der Leipziger Universitätsbauten im urbanen Kontext, hrsg. von Michaela Marek und Thomas Topfstedt, Leipzig 2009, S. 11–50.
  • *: Stiftungen für das eigene Seelenheil und zum Nutzen des Kollegs – Anniversarstiftungen Leipziger Universitätsprofessoren aus der Zeit der Vorreformation, in: Universitätsgeschichte als Landesgeschichte. Die Universität Leipzig in ihren territorialgeschichtlichen Bezügen. Tagung der Historischen Kommission der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig vom 7. bis 9. Oktober 2004, hrsg. von Detlef Döring (= Beiträge zur Leipziger Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte Reihe A Bd. 4), Leipzig 2007, S. 313–336.
  • * zusammen mit Markus Cottin: Zwischen Universität und Stift – Die Karriere des Preußen Martin Fuhrmann im mitteldeutschen Raum (1468–1509), in: Neues Archiv für sächsische Geschichte 75 (2004), S. 21–51.


Rezensionen

  • * [Rezension zu]: Steinführer, Henning, Die Leipziger Ratsbücher 1466–1500. Forschung und Edition, 2 Halbbände, Leipzig 2003 (erschienen in: Stadtgeschichte. Mitteilungen des Leipziger Geschichtsvereins e.V., Jahrbuch 2005, Beucha 2006, S. 225–227).
  • * [Rezension zu]: Vormoderne Bildungsgänge. Selbst- und Fremdbeschreibungen in der Frühen Neuzeit, hrsg. von Juliane Jacobi / Jean-Luc Le Cam / Hans-Ulrich Musolff, Köln / Weimar / Wien 2010 (erschienen in: Zeitschrift für Historische Forschung 40 [2013], S. 313-315).