Das ernestinische Wittenberg - Universität und Stadt (1486-1547)

Seit 2013 finden zwei Mal jährlich interne Kolloquia im Kreis der Betreuer, der Mitarbeiter und des wissenschaftlichen Beirats statt.

Die Forschungsergebnisse werden in Vorträgen an der Leucorea sowie an anderen wissenschaftlichen Einrichtungen und Tagungen vorgestellt. Eine schriftlichen Niederschlag finden sie in Publikationen des Wittenberg-Forschungen sowie in anderen wissenschaftlichen Aufsatzbänden.


Kolloquium 2011

Flyer

Inhaltsbeschreibung

Das Ernestinische Wittenberg: Universität und Stadt (1486 - 1547)

Kolloquium am 13. und 14.10.2011

im Auditorium Maximum der Stiftung LEUCOREA

"Die Stadt und ihre Bewohner"

Das seit 2009 an der Stiftung LEUCOREA beheimatete Forschungsprojekt „Das ernestinische Wittenberg. Universität und Stadt 1486-1547“ versteht sich als wissenschaftlicher Beitrag zum Reformationsjubiläum 2017. Im Mittelpunkt steht die Frage, was in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts Wittenberg zu einem besonderen Anziehungspunkt für viele Intellektuelle aus ganz Europa machte und zur Geburtsstätte der lutherischen Reformation werden ließ.

Das Projekt ist ein Gemeinschaftsvorhaben von Landes-, Universitäts-, Rechts-, Kirchen- und Kunsthistorikern sowie Archäologen und Bauforschern der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, der Universität Leipzig und der Technischen Universität Berlin.

Die Wittenberg-Forschungen nehmen die Wohn-, Lebens- und Arbeitsbedingungen der Wittenberger Einwohnerschaft des 16. Jahrhunderts in ihrer vollen sozio-ökonomischen  Ausprägung in den Fokus. Archivalische, bauliche, archäologische und kunsthistorische Quellen werden hinsichtlich der Residenzfunktion Wittenbergs und im Kontext des mit der Universitätsgründung und der Reformation einhergehenden wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwungs ausgewertet. Welche neuen Anforderungen werden mit der Reformation an karitative, soziale und kirchliche Einrichtungen, wie Schule oder Hospital, gestellt? Wie wird auf den Ansturm auf die Leucorea reagiert? Nehmen Universität und Universitätsangehörige auch bezüglich der baulichen Befunde eine Sonderstellung in der Stadt ein? Inwieweit sind Beziehungsnetzwerke auch in der Soziotopographie der Stadt, etwa den "Nachbarschaften", erkennbar?

 

Vorläufiges Programm

 

Donnerstag, 13.10.2011

14.00 – 15.30   Dokumente zur Stadt

  1. Prof. Dr. Enno Bünz: Hans Herzheimer in Wittenberg, oder: Was ein Reisender 1519 von der Stadt wahrgenommen hat, und was nicht
  2. Prof. Dr. Heiner Lück, Die Gründungsdokumente der Universität Wittenberg. Überlieferung, Kontext, Rechtscharakter
  3. Dr. des. Robert Mund: Das älteste Wittenberger Stadtbuch

Diskussion

Kaffeepause

16.00 – 17.30   Stadt und Haus

  1. Dr. Insa Christiane Hennen: Einwohner und Nachbarschaften 1502 – 1518 – 1537
  2. Dipl.-Ing. Antonia Brauchle M.Sc.: Entwicklung der Bebauung anhand der Kellerstrukturen und beispielhafte Nutzungen
  3. Dr. Ralf Kluttig-Altmann: Handwerk in der Stadt – Ofenstrukturen und ihre Begleitfunde

Diskussion

19.00   Öffentlicher Abendvortrag

Prof. Dr. Armin Kohnle:  Theologen in Wittenberg

Freitag, 14.10.2011

9.00 – 10.30 Kirche und Schule

  1. Dr. Elgin von Gaisberg: Stadtpfarrkirche und Kirchhofensemble
  2. Antje J. Gornig M.A.: Vorreformatorisches Schul- und Bildungswesen
  3. Katja Pürschel M.A.: Vorreformatorische Ausstattungen im Kirchenkreis: Klöden

Diskussion

Kaffeepause

11.00 – 12.30    Universität: Angehörige und Bauten

  1. Dr. Ulrike Ludwig:" .. das sie beisammen fridtlich, zuchtick und stille leben." - Die Bewohner der Wittenberger Kollegien in der Frühen Neuzeit.

  2. Dipl.-Ing. Isabelle Frase: Das Collegium Augusteum - Zwischenergebnisse zur Bau- und Nutzungsgeschichte des Augusteums

  3. Joachim Seibt M.A.: Ausbildung der Pfarrgeistlichkeit im Kurkreis

Mittagessen

14.00 – 16.00   Schloss: Bau- und Nutzungsgeschichte

  1. Thomas Lang M.A.: Bau- und Nutzungsgeschichte des Schlosses unter den Wettinern bis 1489
  2. Dr.  Anke Neugebauer: Wohnen im Wittenberger Schloss – Zur Ausstattung der fürstlichen Gemächer, Stuben und Kammern (1490-1547)
  3. Prof. Dr. Leonhard Helten: Der Kleine Chor der Wittenberger Schlosskirche
  4. Johanna Reetz M.A: Die Ausgrabung des Südflügels des Wittenberger Schlosses

Diskussion