Das ernestinische Wittenberg - Universität und Stadt (1486-1547)

Öffentlicher Abendvortrag:

Die Stiftung LEUCOREA und das Forschungsprojekt „Das ernestinische Wittenberg“ laden ein zum Vortrag:

Zur Nutzung des Schlosses und der Schlosskirche durch die Universität

Ort: Auditorium Maximum der Stiftung Leucorea

Zeit: 21. Feb. 2017, 19:30 Uhr

Die Kunsthistorikerin, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „Ernestinisches Wittenberg“ präsentiert neue Forschungsergebnisse „Zur Nutzung des Schlosses und der Schlosskirche durch die Universität“. Der Eintritt ist frei.

Seit der Vereinigung von Allerheiligenstift und Universität im Jahre 1507 gehörten das Schloss und die Schlosskirche zu den wichtigsten Standorten der Leucorea. Dies ist in der öffentlichen Wahrnehmung des Residenzkomplexes kaum bekannt. Im Vortrag soll die Schlosskirche als Fest- und Weihestätte der Wittenberger Hohen Schule, als Standort der fürstlichen Bibliothek und als akademische Grablege vorgestellt werden. Auch die Rektorenwahlen, die Messen der Fakultäten, die Promotionen und feierlichen Disputationen fanden dort statt. Weite Bereiche des Schlosses wurden zugleich als Prinzenhof, fürstliche Studentenherberge, Heimstatt von Gelehrten, Studien- und Vorlesungssaal sowie als Zweitstandort der Universitätsbibliothek genutzt. Selbst das Gefängnis des Schlosses diente in Ausnahmefällen als Karzer. Diese außergewöhnliche Nutzung dauerte indes nur während der ernstinischen Herrschaftsphase bis 1547 an. Während die Schlosskirche danach noch 300 Jahre lang als Universitätskirche diente, verlor das Schloss im Ergebnis des Schmalkaldischen Krieges allmählich seine Bedeutung als Residenz und verfiel.

Nach nunmehr 500 Jahren wird durch das evangelische Predigerseminar an historischer Stätte wieder studentisches Leben einziehen. Auch mit der Einrichtung der reformationsgeschichtlichen Forschungsbibliothek im Schloss wird an die glanzvolle Geschichte des Residenzkomplexes als einstiger Standort der Wittenberger Leucorea angeknüpft.

Der Eintritt zu diesem ersten Vortrag des „Ernestinischen Wittenbergs“ im Jubiläumsjahr ist frei.

><><><><><><><><><><><><>

Öffentlicher Vortrag:

Die Stiftung LEUCOREA und das Forschungsprojekt „Das ernestinische Wittenberg“ laden ein zum Vortrag:

Die Lutherrezeption am Wittenberger Prinzenhof des Herzogs Johann Ernst von Sachsen-Coburg (1521-1553).

Ort: Auditorium Maximum der Stiftung Leucorea

Zeit: 17. Jan. 2017, 19:30 Uhr

Die Stiftung Leucorea lädt am 17.01.2017 zum öffentlichen Abendvortrag im Auditorium Maximum. Der Historiker Thomas Lang, Mitarbeiter des Forschungsprojekts Ernestinisches Wittenberg, wird zur Lutherrezeption am Wittenberger Prinzenhof des Herzogs Johann Ernst von Sachsen-Coburg referieren.

Die Funktion des Wittenberger Schlosses als Prinzenhof hat außerhalb der historischen Forschung kaum Beachtung gefunden. Doch kommt den drei Prinzenhöfen, die zwischen 1511 und 1547 in Wittenberg Hof hielten, eine große Bedeutung zu. Sie waren Augen und Ohren des fürstlichen Hofes in der Universitäts- und Lutherstadt. Der Vortrag befasst sich mit dem Prinzenhof des Herzogs Johann Ernst von Sachsen-Coburg (1521–1553), dem jüngeren Halbbruder des sächsischen Kurfürsten Johann des Beständigen (1468–1532). Der Prinz bezog mit seinem Gefolge von etwa 1528/29 bis 1538 das Wittenberger Schloss als Teilzeitresidenz für seine Studien.

Noch 1908 behauptete der Biograph Georg Mentz, dass Herzog Johann Ernst erst gegen Ende der 1530er Jahre kurz in Wittenberg studiert hätte. Laut Mentz habe der Prinz „keine besonders große Neigung zum Studium bewiesen (...), so daß ihn der Kurfürst 1539 lieber zu den Staatsgeschäften heranzog.“ Diese Einschätzung kann man auf Grund neuerer Publikationen und archivalischer Forschungen innerhalb des Projekts „Ernestinisches Wittenberg“ deutlich widerlegen. Der vielseitig gebildete Präzeptor Lukas Edenberger (1505–1548) und die adligen Hofmeister und Ritter Erasmus von Haugwitz († 1532) und Christoph Groß († nach 1543) sorgten dafür, dass der Prinz und die gleichaltrigen Edelknaben eine ritterlich-adlige sowie schöngeistig-humanistische Ausbildung erhielten. Der Vortrag wird neue Quellen zur schweren Erziehungsaufgabe der Lehrer und zum Kontakt des Prinzenhofes mit den Wittenberger Universitätsgelehrten und den Reformatoren erschließen.

Der Eintritt zu diesem ersten Vortrag des „Ernestinischen Wittenbergs“ im Jubiläumsjahr ist frei.

><><><><><><><><><><><><>

Neuerscheinung

Der Journalist und Kunsthistoriker Dr. Günter Kowa hat gemeinsam mit dem Fotographen Henning Kreitel eine lesenswerte Bildreise zu den Orten der Reformation verfasst. Kowa hat dafür den aktuellen Forschungsstand anschaulich zusammengefasst und neben bekannten, auch bisher zu Unrecht unbeachtete Orte erkundet, während Kreitel immer wieder eindrucksvolle und ungewöhnliche Blickwinkel auf die Schauplätze findet und festhält.

Während der Recherche zum Band hat Kowa intensiven Kontakt auch mit den Projektmitarbeitern aufgenommen und einzelne Ergebnisse spannend und anschaulich verarbeitet. Wir bedanken uns bei ihm für die anregende Zusammenarbeit.

Der Band wird im Mitteldeutschen Verlag vertrieben. (Link zur Verlagsseite)

><><><><><><><><><><><><>

Öffentlicher Vortrag:

Die Stiftung LEUCOREA und das Forschungsprojekt „Das ernestinische Wittenberg“ laden ein zum Vortrag:

Fundgrube Latrine

Ort: Auditorium Maximum der Stiftung Leucorea

Zeit: 25. Okt. 2017, 19:30 Uhr

Die Stiftung Leucorea und ihr Forschungsprojekt „Ernestinisches Wittenberg“ laden ein zum Vortrag „Fundgrube Latrine“, den Linda Sophia Stieme am 25. Oktober im Auditorium maximum der Leucorea hält. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr, der Eintritt ist frei.

Eine wahre Fundgrube für die Archäologen sind die tiefen und engen Schächte von Brunnen und Latrinen. Sie wurden nicht nur zur Entsorgung von Fäkalien genutzt, sondern auch als „Mülltonne“. Zerbrochenes Geschirr, Speisereste, Spielzeug, Geld oder das, was am "Örtchen" zufällig aus der Tasche fiel, landete in der Latrine. Bauhistorische Forschungen und die Auswertung archäologischer Funde verschaffen erstaunliche Einblicke in die ganz privaten Lebensbereiche längst verstorbener Menschen.

Im Mittelpunkt des Vortrages steht eine 2012 auf dem Arsenalplatz in Wittenberg aufgedeckte große Entsorgungsanlage. Die erstmalige Präsentation dieses Bauwerks und des darin überkommenen häuslichen Abfalls gibt authentische Auskünfte über die Lebensverhältnisse der Wittenberger Bürger in der Frühen Neuzeit.

Sophia Linda Stieme hat an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Germanistik und Archäologien Europas  studiert und 2014 im Fach Denkmalpflege den Mastergrad erlangt. Thema ihrer Masterarbeit war die Latrine auf dem Arsenalplatz, die im Vortrag vorgestellt wird.

Seit 2014/2015 arbeitet die Hallenserin an einer Dissertation im Fachbereich Historische Bauforschung an der Technischen Universität Berlin über die „Städtische Wasserversorgung und Entsorgungspraxis im mittelalterlichen/frühneuzeitlichen Wittenberg“; die Arbeit wird von Elgin v. Gaisberg, Mtglied der Forschungsgruppe „Ernestinisches Wittenberg“ betreut.

><><><><><><><><><><><><>

Sommerschule 2016

Die Stiftung Leucorea-Wittenberg richtet in Zusammenarbeit mit dem Forschungsprojekt Ernestinisches Wittenberg und der Stiftung für Deutsche Sprache und Kultur eine Sommerschule mit den Prime-Gymnasien der Martin Luther Universität Halle-Wittenberg (CJD Christophorusschule Droyßig, Dr.-Carl-Hermann-Gymnasium Schönebeck (Elbe), Latina August Hermann Francke/Halle) aus.

Vom 20. bis 24. Juli 2016 erhalten die Schüler einen Einblick in das historische Wittenberg und die Arbeit in verschiedenen historischen Disziplinen. Hier im Foto die Schüler bei der Bauforschung in der Sommerschule 2013.

><><><><><><><><><><><><>

Öffentlicher Vortrag:

Die Stiftung LEUCOREA lädt ein zum öffentlichen Vortrag.

„Das Stadtbild Wittenbergs in der frühen Reformationszeit“

Dr. Insa Christiane Hennen (Forschungsprojekt „Ernestinisches Wittenberg)

21. Juni 2016 um 20 Uhr (Rücksicht auf die Freunde der Fußball-EM)

Audimax des Fridericianums (Collegienstraße 62)

Der Vortrag gehört zum Programm der diesjährigen Sommerschule, die die Stiftung LEUCOREA zusammen mit dem Institut für Deutsche Sprache und Kultur veranstaltet.
Wie haben wir uns das Stadtbild Wittenbergs in der frühen Reformationszeit  vorzustellen? Wie sahen die Gebäude aus, wie entwickelte sich die bauliche Struktur der Stadt, wer war in den Straßen, auf den Plätzen anzutreffen?
Die Zeitspanne der „frühen Reformationszeit“ darf in Bezug auf das Erscheinungsbild ihres Ursprungsortes nicht zu eng gefasst werden: Als Luther nach Wittenberg kam, war die Stadt eine große Baustelle und blieb es noch für Jahrzehnte. Die Reformation dynamisierte das Baugeschehen zusätzlich und eröffnete bisher ungeahnte Spielräume für die an humanistischen Idealen orientierte Stadtplanung.
Der Vortrag, der sich auf  eine Fülle baulicher, bildlicher und schriftlicher Quellen stützen kann, stellt die treibenden Kräfte des „Stadtumbaus“ vor: Kurfürst, Rat und Universitätsprofessoren schufen bereits zu Anfang des 16. Jahrhunderts den rechtlichen Rahmen für die zwischen 1520 und etwa 1570 vollzogenen tiefen Eingriffe in das Alltagsleben und damit auch in das Bild der Stadt. Die hygienischen Verhältnisse wurden verbessert, neue Straßen angelegt, Häuser auf bisher unbebauten Flächen errichtet. Die Verdichtungsprozesse, die in Folge des starken Anstiegs der Einwohnerzahlen im Grundriss der Universitätsstadt wie auch auf den einzelnen Parzellen zu beobachten sind, werden anhand von Karten sichtbar gemacht, Aussagen zu den Baumaterialien und Dekorationen getroffen, architektonische „Trends“ vorgestellt und im politischen Kontext der „kurfürstlichen Stadt“ interpretiert.
Vieles von dem, was nicht zuletzt unter Beteiligung der Cranachs entstand, hat sich erhalten, jedoch nur wenig von dem, was vorher bestand. 

Der Eintritt ist frei.

><><><><><><><><><><><><>

Öffentlicher Vortrag:

Die Stiftung LEUCOREA und das Forschungsprojekt „Das ernestinische Wittenberg“ laden ein zum Vortrag:

Memorialkultur und dynastisches Bewusstsein unter den ernestinischen Wettinern in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts

Dr. Anke Neugebauer

Dienstag, dem 17. Mai 2016, ab 19.30 Uhr,

Auditorium Maximum der Stiftung LEUCOREA (Collegienstraße 62).

Sich an längst verstorbene Vorfahren zu erinnern, sie gar in neue Grabanlagen umzubetten und mit einem Monument zu ehren ist ein um 1500 im Hochadel des Reiches verstärkt auftretendes Phänomen. Die Ursachen dieses Ahnenkultes liegen im gestiegenen Interesse an der Vergangenheit des eigenen Herrscherhauses, der damit verbundenen dynastischen Legitimation und Entwicklung einer territorialen Identität. Auch die ernestinischen Wettiner ehrten ihre Ahnen und ihre Vorgänger im Amt mit neuen Epitaphien oder Grabmälern. Beispielhaft dafür steht der Sandsteinsarkophag für die Gebeine der ottonischen Königin  Editha (gest. 946) im Dom zu Magdeburg, den Erzbischof Ernst von Sachsen 1510 in Auftrag gab; die Memorialanlagen für Kaiser Otto III. (gest. 1002), welche 1513 im Auftrag Friedrichs des Weisen im Dom zu Augsburg und im Aachener Münster geschaffen wurden sowie die 1537 erfolgte vermeintliche Umbettung des askanischen Kurfürsten Rudolf II. (gest. 1370) aus dem Wittenberger Franziskanerkloster in die Schlosskirche durch Johann Friedrich den Großmütigen. Diese Anlagen werden im Vortrag ausführlich vorgestellt und die unterschiedlichen Intentionen der Auftraggeber diskutiert.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei!

><><><><><><><><><><><><>

Neuerscheinung:

Der neue Tagungsband des Arbeitskreises für Hausforschung (AHF) befasst sich schwerpunktmäßig mit Wittenberg und Torgau. Mehrere Mitarbeiter und Professoren des Forschungsprojektes Ernestinisches Wittenberg haben in diesem Band auch aktuelle Ergebnisse des Projektes publiziert.

Lutherstadt Wittenberg, Torgau und der Hausbau im 16. Jahrhundert. Bericht über die Tagung des Arbeitskreises für Hausforschung e.V. in der Lutherstadt Wittenberg vom 9.-13. Oktober 2011 in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Prof. Dr. Hans-Georg Stephan, und der Stiftung Leucorea. Bd 62, Marburg 2015 ( S. 481, Abb., 17 x 24 cm, Hardcover)
ISBN 978-3-89445-517-0632, (€ 30,-)

Inhaltsverzeichnis (Pdf)

 

Der wissenschaftliche Begleitband zur Austellung: "Alltag und Frömmigkeit am Vorabend der Reformation in Mitteldeutschland" (Rezension zum Katalogband) ist in der Reihe Schriften zur sächsischen Geschichte und Volkskunde (Nr. 50) des Instituts für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV) erschienen.

Bünz, Enno/Kühne, Hartmut (Hgg.): Alltag und Frömmigkeit am Vorabend der Reformation in Mitteldeutschland Wissenschaftlicher Begleitband zur Ausstellung „Umsonst ist der Tod“ (Schriften zur sächsischen Geschichte und Volkskunde 50), Leipzig 2015
Verlag: Leipziger Universitätsverlag GmbH 843 Seiten und 31 Farbtafeln, Hardcover, 98,00 € ISSN: 1439-782X; ISBN: 978-3-86583-924-4

Der Band bietet einen weiten Einblick in das breite Spektrum der Frömmigkeit vor Martin Luther und enthält auch Beiträge von Mitarbeitern des Forschungsprojekts zu den geistlichen Institutionen und Bruderschaften Wittenbergs sowie zur kurfürstlichen Reliquiensammlung und der Wittenberger Schlosskirche.

Inhaltsverzeichnis (Pdf)

 

><><><><><><><><><><><><>

Neuerscheinungen

Wittenberg-Forschungen Band 3

Der dritte Band der Wittenberg-Forschungen ist im Michael Imhof Verlag erschienen. Der Band befasst sich anlässlich des Cranach-Jahres mit der Malerfamilie und ihren z. T. verwischten Spuren in Wittenberg. Eine Präsentation des Bandes ist am 07. Juli 2015 um 19:30 in der Stadtkirche im Anschluss an einen Vortrag geplant.

Das ernestinische Wittenberg: Spuren Cranachs in Schloss und Stadt (Wittenberg-Forschungen 3),  im Auftrag der Stiftung LEUCOREA herausgegeben von Heiner Lück, Enno Bünz, Leonhard Helten, Armin Kohnle, Dorothée Sack und Hans-Georg Stephan, Petersberg, Imhof-Verlag 2015.  Abmessungen: 21,5 x 28 cm, 460 Seiten, 183 Farb- und 31 S/W-  Abbildungen, Broschur. ISBN 978-3-7319-0195-2. Euro (D) 39,95, Euro (A) 41,10, CHF 45,90

Inhaltsangabe

Lucas Cranach der Ältere und der Jüngere prägten zwischen 1505 und 1586 als für den Hof wie auch für den Rat und für auswärtige Auftraggeber tätige Maler, als Unternehmer, Immobilienbesitzer und Ratsleute das öffentliche Leben in Wittenberg. So vielfältig ihr Tun, so umfangreich ist das Quellenmaterial, welches hier in großen Teilen erstmals publiziert wird. Aber auch archäologische Zeugnisse künden vom Wohlstand der Künstlerdynastie, die sich mit den führenden Familien Wittenbergs durch Heirat verband und ein weitläufiges humanistisches Netzwerk unterhielt. In der Zusammenschau der Quellen wird deutlich, dass der einzigartige Aufstieg und die Geschäftstüchtigkeit der Cranachs bisweilen zu Lasten Dritter ging, wie das Beispiel des Formschneiders Symphorian Reinhart zeigt.

Enthaltene Aufsätze:

Anke Neugebauer/Thomas Lang: Cranach im Schloss: Das Wirken und die Werke Lucas Cranachs d. Ä. und seiner Werkstatt in Schloss und Schlosskirche Wittenberg - 11

Thomas Lang: Simprecht Reinhart: Formschneider, Maler, Drucker, Bettmeister - Spuren eines Lebens im Schatten von Lucas Cranach d. Ä. - 93

Thomas Lang/Anke Neugebauer: Kommentierter Quellenanhang - 139

Mario Titze: Bemalte Holzbalkendecke aus der Cranachwerkstatt im Schloss Pretzsch an der Elbe - 295

Alexander Krünes: Der Hauptaltar in der St. Johanniskirche in Neustadt an der Orla als frühe Werkstatt-Arbeit Lucas Cranach des Älteren - Kauf und Finanzierung dargestellt nach archivalischen Quellen - 301

Insa Christiane Hennen: "Cranach 3D": Häuser der Familie Cranach in Wittenberg und das Bild der Stadt - 313

Ralf Kluttig-Altmann: Archäologische Funde von Grundstücken der Familie Cranach in Wittenberg - 363

Insa Christiane Hennen: Die Ausstattung der Wittenberg Stadtpfarrkirche und der Cranach'sche Reformationsaltar - 401

 

Das Schloss des Kurfürsten und der Beginn der frühneuzeitlichen Stadtbefestigung von Wittenberg

Ein neuer Sonderband der Schriftenreihe "Archäologie in Sachsen-Anhalt" ist unlängst erschienen. Er befasst sich Schwerpunktmäßig mit den Grabungen im Wittenberger Vorschloss, bietet aber auch eine Übersicht zu aktuelleren Grabungsergebnissen in Wittenberg. Weitere Beiträge beiten umfangreichere Forschungsberichte mit zahlreichen neuen Ergebnissen zur Errichtung der Wittenberger Stadtbefestigung im 16. Jahrhundert, zur Aussagekraft von Schriftquellen über die Nutzung und Ausstattung des Schlosses, sowie über die Bauten des Vorschlosses. Mehrere Mitarbeiter des Projektes haben dafür ihre Forschungsergebnisse in diesen Band eingebracht.

L. Helten/A. Hille: Archäologie in Wittenberg I. Das Schloss des Kurfüsten und der Beginn der frühneuzeitlchen Stadtbefestigung von Wittenberg (Archäologie in Sachsen-Anhalt, Sonderband 22), Halle [Saale] 2014.

Link zur Präsentation auf den Seiten des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt (Link)

 

In der Schriftenreihe der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt ist der Aufsatzband zur Tagung Buch und Reformation vom 6./7. Mai 2011 unter dem Titel: "Beiträge zur Buch- und Bibliotheks­geschichte Mitteldeutschlands im 16. Jahrhundert" erschienen.

Dieser Band befasst sich mit verschiedenen Aspekten des Themenbereiches Buch und Reformation. Einführende Beiträge berichten vom Buchbesitz der Geistlichkeit im Spätmittelalter, der Mitteldeutschen Pfarrer und Kirchenbibliotheken im 16. Jahrhundert. Spezialbeiträge widmen sich der Buchzensur, der Neubewertung von Luthers "Hauptschriften", Georg Spalatins, Philipp Melanchthons und Caspar Borners Bibliothek, Georg Rörers Tätigkeit als Multiplikator von Luthers Schriften oder der Frühgeschichte der Wittenberger Schlossbibliothek. Auch an diesem Band haben Professoren und Mitarbeiter des Forschungsprojektes mitgewirkt.

Link zur Präsentation der Evangelischen Verlagsanstalt Leipzig (Link)


Wittenberg-Forschungen Band 2:

Der zweite Band der Wittenberg-Forschungen (ein Text- und ein Bildband) ist im Michael Imhof Verlag erschienen, erste Exemplare sind auf der Leipziger Buchmesse vom 14. bis 17. März 2013 am Stand des Verlages (Halle 5, Stand C 110) einsehbar.

Genaueres unter den Publikationen

Pdf mit der Rezension von Günter Kowa in der Mitteldeutschen Zeitung vom 19.03.2013.

 

Fund des Monats November stammt aus Wittenberg

Eine tönerne Trompete aus einer Grabung in der Wittenberger Collegienstr. 90/91 ist der Fund des Monats in Sachsen-Anhalt. Ralf Kluttig-Altmann vom Projekt Ernestinisches Wittenberg beschreibt und erklärt diesen Funden auf der Internetseite des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie:  Artikel